Das Verteilnetz muss smarter werden. Das Bayernwerk startet dafür eigene Projekte – streckt seine Fühler aber auch international aus. Daraus entstehen intensive Kooperationen wie die mit dem Unternehmen Heimdall Power aus Norwegen. Deren sogenannte KI-Kugel hat die Bayernwerk Netz frühzeitig getestet. Energiezukunft gestalten und dabei Kosten sparen: Das heißt aus Sicht eines Verteilnetzbetreibers auch: Genau Bescheid wissen, was, wann und wo im Netz passiert. Die KI-Kugeln liefern Infos zu Neigungswinkel und Temperatur eines Leiterseils, zu Spannung und Stromstärke, zu Umgebungstemperatur, Windstärke und -richtung, Sonneneinstrahlung oder Niederschlag. Im Ergebnis hilft die KI, das Netz anhand von Echtzeitwerten effizient auszulasten und so verfügbare Kapazitäten optimal zu nutzen.
Ähnlich funktioniert das LineVue-Sensorsystem, das auf ein Leiterseil aufgesetzt wird und selbständig darauf entlangfährt. Mit den so ermittelten Daten zum Zustand des Leiterseils ist es möglich, vorhandene Infrastruktur länger in Betrieb zu behalten. Ein Beitrag zu Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit. Ein Blick in das Innere von Leiterseilen – in Echtzeit.